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Hebammerei von A bis Z

Dieses Hebammenlexikon soll zur allgemeinen Information dienen und kann den persönlichen Rat durch die Hebamme nicht ersetzen. Bitte kontaktiert bei medizinischen Fragen oder Problemen erst Eure Hebamme, bevor Ihr Maßnahmen zur Linderung ergreift!


A

Abführmittel

Definition: Maßnahmen, Lebensmittel oder Medikamente (Laxantien), die die Verdauung anregen. In der Schwangerschaft sollten bei Abführproblemen nur sanfte Mittel eingesetzt werden. Zum Beispiel warmer Apfelsaft am Morgen, Joghurt, gequollene Leinsamenkörner, Vollkornprodukte und andere ballaststoffreiche Lebensmittel und reichlich Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter/Tag) sowie ausreichend Bewegung.

Abstillen

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt, Säuglinge bis zum Ende des 6. Monats voll zu stillen, danach begleitend weiter zu stillen, bis zu einer Dauer von 2 Jahren oder länger. Wird das Kind begleitend zur Beikosteinführung weiter gestillt, ist das Abstillen ein schleichender Prozess über einige Monate (bis Jahre), welcher keinerlei Probleme bringt. Soll das Abstillen kurzfristig geschehen, können sanfte Methoden wie Salbei- und Pfefferminztee, Kühlen und Hochbinden der Brüste zum Erfolg führen. Allerdings kann in Einzelfällen auch der Einsatz von speziellen Medikamenten erforderlich sein.

Akupunktur

Die Akupunkturbehandlung ist ein Bestandteil der chinesischen Medizin. Mittels spezieller Akupunkturnadeln werden Punkte auf den Energieleitbahnen des Körpers stimuliert. Diese Methode findet in vielen Bereichen der Medizin Anwendung und kann auch zur Behandlung von Beschwerden in Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit eingesetzt werden.

Ambulante Geburt

Bei der ambulanten Geburt verlässt die Familie etwa 3-4 Stunden nach der Geburt des Kindes das Krankenhaus und wird zu Hause von der Wochenbettshebamme betreut. In den ersten 10 Tagen nach der Geburt kann die Hebamme bis zu zweimal täglich zu den Eltern nach Hause kommen und so eine ausreichende Versorgung gewährleisten. Eine ambulante Geburt ist nur möglich, wenn Mutter und Kind gesund und wohlauf sind und die Betreuung zu Hause durch die eigene Familie sicher gestellt ist. Ist dies der Fall, bietet diese Art der Geburt einige Vorteile, die durch die gewohnte Umgebung zu Hause und die Ruhe in den eigenen vier Wänden entstehen. Insbesondere ein sanfterer Milcheinschuss oder auch ein besserer Aufbau der Vater-Mutter-Kind-Beziehung sind hier zu nennen.

Amniozentese: s. Fruchtwasseruntersuchung

Aufrechte Gebärhaltungen

Ein weiser Geburtshelfer hat einmal gesagt: „Es gibt nur eine Gebärposition, die ungünstiger ist als die Rückenlage – der Kopfstand.“ In diesem Satz steckt viel Wahrheit, denn während die Gebärende in Rückenlage gegen die Schwerkraft arbeiten muss und weniger Möglichkeit hat, durch Bewegung die Geburt zu erleichtern, sind dies klare Vorteile aller aufrechten Gebärpositionen, wie zum Beispiel der Hocke, des Vierfüßlerstandes oder auch des Stehens. In all diesen Positionen werden Schwerkraft und Beckenbeweglichkeit optimal ausgenutzt. Hat die Frau in der letzten Phase der Geburt noch genug Kraft, um sich aufzurichten, sollte sie durch alle Begleiter auch dazu ermuntert und darin unterstützt werden.

Austreibungsphase

Definition: Phase der Geburt vom Moment der vollständigen Eröffnung des Muttermundes bis zur Geburt des Kindes. Es werden eine passive und eine aktive Austreibungsphase unterschieden. Die aktive Austreibungsphase wird auch als Pressphase bezeichnet.

Äußere Wendung

Die äußere Wendung ist ein Begriff, der die manuelle Veränderung der Lage des Kindes in der Gebärmutter aus der Beckenendlage oder Querlage beschreibt. Dabei versucht ein Geburtshelfer das Kind von außen durch die Bauchdecke zu drehen, damit es so in Schädellage zu liegen kommt. Dies erfordert viel Erfahrung und entsprechende Vorsicht. Die Erfolgsquote beträgt etwa 60%. Mögliche Komplikationen werden in der Literatur mit etwa 3% angegeben und reichen von geringen vaginalen Blutungen bis hin zu einem vorzeitigen Ablösen des Mutterkuchens und dadurch verursachtes Abfallen der kindlichen Herztöne. Aufgrund dieser Risiken sollte eine äußere Wendung nur durch sehr erfahrene Ärzte in der Klinik durchgeführt werden.


B

Babyausstattung

Welche Vorbereitungen Ihr für Euer Kind noch treffen solltet, beantwortet Euch Eure Hebamme gern. Per E-Mail könnt Ihr bei uns eine Liste für die Erstlingsausstattung anfordern!

Babymassage

Die Babymassage stammt ursprünglich aus Indien und wurde von dem französischen Geburtshelfer Leboyer, dem Begründer der „sanften Geburt“, auch in Europa weiterverbreitet. Sie trägt zur Entspannung des Kindes bei und fördert die Eltern-Kind-Beziehung. Eine Kurzanleitung zur Massage Eures Kindes könnt Ihr bei uns per E-Mail anfordern. Beachtet auch unsere Literaturtipps!

Babyschwimmen

Beim Babyschwimmen geht es hauptsächlich um den Spaß im Wasser. Mutter oder Vater spielen gemeinsam mit dem Baby im Wasser, um Freude am und im Wasser zu haben und um das Baby in seiner Entwicklung zu fördern. Unter anderem werden dabei Muskulatur und Immunsystem gestärkt, sowie das Selbstvertrauen und Körpererleben des Kindes gefördert.

Bachblüten

Die Bachblüten-Therapie wurde von dem Engländer Dr. Edward Bach entwickelt und basiert auf der Idee, daß die gebundene Energie von Blüten eine regulierende Wirkung auf psychische Zustände des Menschen hat. Durch diese psychische Wirkung können häufig auch körperliche Symptome gebessert werden.

Bauchmassage

Die Bauchmassage wird eingesetzt, um die Funktion der Bauchorgane positiv zu beeinflussen. Dies kann zum Beispiel bei Blähungen oder Verdauungsschwierigkeiten des Neugeborenen helfen. Aber auch in der Wochenbettszeit wendet die Hebamme die Bauchmassage an, um die Rückbildung der Gebärmutter und die Verdauung der Wöchnerin zu fördern.

Beckenendlage

Definition: Lage des Kindes in der Gebärmutter mit dem Po (Steiß) nach unten. Bis zur 34. Schwangerschaftswoche ist diese Lage völlig normal. Da die Schädellage für die Geburt die günstigere Position ist, kann ab der 35. Schwangerschaftswoche mit sanften Methoden versucht werden, dem Kind einen Bewegungsimpuls zu geben, damit es sich von selbst in Schädellage dreht. Die Hebamme wendet hierbei verschiedene Mittel wie z.B. Moxibustion, Homöopathie, Aromatherapie sowie physikalische Maßnahmen an. Führen diese Methoden nicht zum Erfolg, besteht unter Umständen die Möglichkeit einer äußeren Wendung in der Klinik. Die normale Geburt des Kindes bei Beckenendlage sollte nur in einer Klinik mit erfahrenen Geburtshelfern geplant werden. Möglicherweise kann aber auch eine Kaiserschnittgeburt notwendig werden.

Behördengänge

Welche Vorbereitungen Ihr bereits in der Schwangerschaft treffen könnt und welche Ämter Ihr nach der Geburt aufsuchen müsst, erfahrt Ihr von Eurer Hebamme. Eine Auflistung der wichtigsten Behördengänge könnt Ihr per E-Mail bei uns anfordern!

Beikost

Ab dem 7. Lebensmonat kann damit begonnen werden, dem Kind auch andere Nahrung als Muttermilch zu geben. Welche Gemüse oder Obstsorten sich für den Anfang am besten eignen oder wie man die Einführung der Beikost geschickt in den Alltag einbauen kann, können wir Euch gerne in einem ausführlichen Beratungsgespräch erklären. Einen Informationsbogen darüber könnt Ihr bei uns per E-Mail anfordern!

Beleggeburt

Definition: Geburt des Kindes in der Klinik mit einer Beleghebamme. Beleghebammen sind freiberuflich tätige Hebammen, die mit einer oder mehreren Kliniken einen Belegvertrag haben und dort in Zusammenarbeit mit den Ärzten Geburten betreuen.

Blähungen

Viele Neugeborene leiden in den ersten Lebensmonaten an Verdauungsschwierigkeiten, wie Bauchschmerzen und Blähungen. Ursache dafür ist der Darm, der einige Zeit braucht, um sich an die Verdauungsarbeit zu gewöhnen. Sanfte Möglichkeiten, diesen Beschwerden Linderung zu verschaffen, sind zum Beispiel die Bauchmassage, Wärmeanwendungen, Kümmelzäpfchen oder die Gabe von Kümmeltee. Bei gestillten Kindern kann die Ernährung der Mutter auch Einfluss auf die Verdauung nehmen. Welche Maßnahmen für Euer Kind angezeigt und geeignet sind, kann Euch Eure Hebamme am besten persönlich erklären.

Blasenentzündung

In der Schwangerschaft besteht ein leicht erhöhtes Risiko für eine Blasenentzündung. Erste Anzeichen sind in der Regel Schmerzen oder Brennen beim oder nach dem Wasserlassen, gekoppelt mit sehr häufigem Harndrang. Um einer Blasenentzündung vorzubeugen, solltet Ihr reichlich trinken (2-3 Liter am Tag) und auf eine gute Intimhygiene achten (beim Toilettengang immer von vorn nach hinten wischen). Bei Beschwerden solltet Ihr umgehend Rat bei Eurer Hebamme oder Frauenärztin einholen, um das Aufsteigen der Entzündung in die Nieren zu vermeiden.

Blasensprung

Definition: Als Blasensprung bezeichnet man das Einreißen der Eihäute mit darauffolgendem Abgang von Fruchtwasser. Etwa 20 % aller Geburten beginnen so. In aller Regel entwickeln sich kurz darauf von selbst Geburtswehen. Falls keine Wehen einsetzen, muss die Geburt spätestens nach 24 Stunden mit Medikamenten eingeleitet werden, da eine offene Fruchtblase das Risiko einer aufsteigenden bakteriellen Infektion birgt. Ein vorzeitiger Blasensprung vor Erreichen des normalen Entbindungszeitraumes muss in der Klinik bestätigt und behandelt werden. Alle Fragen zu diesem Thema behandeln wir ausführlich in unseren Geburtsvorbereitungskursen oder beim Hausbesuch.

Blutdruck

Die Blutdruckmessung gehört zu jeder Schwangerenvorsorge, da Abweichungen vom Normalwert Hinweis auf eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung sein können. Niedrige Blutdruckwerte sind meist harmlos und mit naturheilkundlichen Maßnahmen gut behandelbar. Bluthochdruck hingegen sollte stets ernst genommen und ärztlich behandelt werden.

Blutuntersuchungen

Im Laufe der Schwangerschaft werden verschiedene Blutuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien durchgeführt, um die Gesundheit von Mutter und Kind gewährleisten. Die wichtigsten Tests hierbei untersuchen die Blutgruppe der Mutter, den Rötelnschutz, den Eisenwert sowie verschiedene Infektionskrankheiten, die schädlich für das Baby sein können (Syphilis, HIV, Hepatitis B). Die Blutabnahmen werden von der Frauenärztin oder der Hebamme durchgeführt.

Darüber hinaus bieten einige Frauenärztinnen noch weitere Untersuchungen, die sog. IGeL-Leistungen, an. Hierzu zählen u.a. Toxoplasmose und Zytomegalie. Da diese Tests nicht Teil der Mutterschaftsrichtlinien sind, müssen sie meist privat bezahlt werden. Ist jedoch eine Notwendigkeit für diese Untersuchungen erkennbar, übernehmen die meisten Krankenkassen auch hierfür die Kosten. 

Blutzucker

Brustentzündung


C

Calcium

Checkliste Kreißsaal

Chorionzottenbiopsie

CTG (Cardio-Toko-Gramm)


D

Damm-Massage

Dammschutz

Doppler-Untersuchung

Dopton

E

Einzelgeburtsvorbereitung

Eisen

Eisenkraut

Eisprung

Elterngeld

Elternzeit

Ernährung in der Schwangerschaft

Ernährung in der Stillzeit

Eröffnungsphase

Errechneter Termin

 

 

F

Feindiagnostik

Folsäure

Fruchtwasser

Fruchtwasseruntersuchung

Frühgeburt


G

Gebärmutter

Gebärmutterhals

Geburtseinleitung

Geburtshelfer

Geburtsvorbereitung

Geburtstasche

Geburtsbeginn

Gewichtszunahme


H

Hausgeburt

Hebammenverband

Hebammensuche

Herzrasen

Homöopathie

Hormonumstellung

 

I

Impfkalender


J

Jod

K

Kaiserschnitt

Kinderarzt

Kindergeld

Kindsbewegungen

Kontraktion

Kopfschmerzen

Krampfadern

Krankenversicherung

 

L

Leistendehnungsschmerz

M

Magnesium

Milchbildungskugeln

Milchpumpe

Milchstau

Moxa

Muttermilch

Mutterschutz

Mutterschaftsvorsorge


N

Nabelschnur

Nabelschnurblut

Nackenfaltenmessung

Natürliche Geburt

O

Ödeme s. Wassereinlagerungen

Opiate

Östrogen

Ovulation s. Eisprung

Oxytocin


P

PDA (Peri-Dural-Anästhesie)

Pekip

Pinardrohr

Plazenta

Plazentaglobuli

Pränatale Diagnostik

Progesteron

Prostaglandin

 

Q

R

Reflexzonen

Rhizinusöl

Risikoschwangerschaft

Rufbereitschaftspauschale

Rückbildungsgymnastik

S

Saugglockengeburt

Schädellage

Schlafstörungen

Schleimpfropf

Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftstest

Schwangerschaftsvergiftung

Schwangerschaftsvorsorge

Schwangerschaftswehen

Schwangerschaftszeichen

Sodbrennen

Steißlage: s. Beckenendlage

Stillen


T

Terminüberschreitung

Tragetuch

Trauerbegleitung

U

Übelkeit

Ultraschall

V

Vaginale Untersuchung

Vaterschaftsanerkennung

Verhütung in der Stillzeit

Verstopfung

Vitamin D

Vitamin K

Vorzeitige Wehen


W

Wadenkrämpfe

Wassereinlagerungen

Wassergeburt

Wochenbett

Wochenbettssuppe

Wunde Brustwarzen

 

Y

Yoga


Z

Zangengeburt